Kreuz-Mitte - Bürgervorschläge Tunnelplanung zur Erweiterung der BAB A1 und BAB A3 in Leverkusen

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Kreuz-Mitte

Bild AK1: Alternativvorschlag Malteserkreuz            Bild AK2: Tunnel Küppersteg & Manfort mit Malteserkreuz

Bild AK3: Amtsentwurf unerprobter "Windmühlenkreisel" mit Höhenwirrwar

Bild AK4: Kreuzlösungen nach Autobahnrichtlinie     Bild AK5: bewährtes Malteserkreuz AK-Köln-Ost

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Die beste Kreuzlösung für die vorgestellten Tunnelvarianten ist das Malteserkreuz 
(Bild AK1):


Entwurfsklasse und Kategorie des Autobahnkreuzes Leverkusen-Mitte entsprechen einer kontinentalen Fernautobahn mit den höchsten Ansprüchen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit. Mit z.Z. knapp 300000 Kfz/Tag, die bis 2025 auf über 350000Kfz/Tag ansteigen können, ist es das Autobahnkreuz mit dem zweithöchsten Verkehrsaufkommen in Deutschland und eines der am höchsten belasteten Verteilerkreuze in Europa. Erschwerend kommt hinzu, dass das Kreuz in dichtbesiedelten angrenzenden Wohnbereichen liegt und nur eine begrenzte Fläche für den 8-streifigen Ausbau beider Autobahnen BAB A1 und BAB A3 zur Verfügung steht.

Die vorhandene Fläche erlaubt kein vergrößertes Kleeblattsystem. Deshalb der Kraneis-Vorschlag für ein Malteserkreuzes, dass sich hervorragend für die Bewältigung des starken Übereckverkehrs (Eckströme) eignet und sich am Beispiel des Kölner Ostkreuzes (Bild AK5) und auch weltweit sehr gut bewährt hat. Die hohen Anforderungen verbieten unerprobte Sonderlösungen wegen der günstigen Topographie (Ebene) und einem ausreichenden Flächenangebot für eine Standardlösung der Autobahnrichtlinie RAA 2008. Für hohes Übereckaufkommen (Bild AK4) eignen sich sowohl Windmühlen als auch Malteserlösungen, wobei letztere unter sonst gleichen Bedingungen den besseren, weil einen direkten, Verkehrsablauf garantieren.

Das Malteserkreuz (Bilder AK1/2) gewährleistet einen zügigen und sehr übersichtlichen Verkehrsfluß mit guter Orientierung der Verkehrsteilnehmer. Weil es die jeweils kürzest möglichen Fahrstrecken im Kreuz nutzt, entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher Gewinn sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch bei den Investitions- und Unterhaltungskosten. Ein ebenso gravierender Vorteil ist die Minimierung des Unfallrisikos wegen der guten Übersicht, kurzer Fahrstrecken und großzügiger Trassierungselemente. Der Nachteil des Malteserkreuzes sind vier Fahrebenen. Dieser Nachteil kommt hier aber nur begrenzt zum Tragen, weil es eine unterirdische Fahrebene der BAB A1 gibt und oberirdisch nur noch drei Ebenen erforderlich sind.

Ein entscheidender Vorteil der Malteserlösung ist das Emissionsverhalten, dh. die Erzeugung von Lärm und Feinstaub. Wegen der kurzen Fahrstrecken und der zügigen Durchfahrt (alle Tangenten und Rampen erhalten den großzügigsten Querschnitt mit zweistreifigen Verflechtungsspuren und Standstreifen) durch das Kreuz werden die Emissionen minimiert. Dazu kommt, dass deren Erzeugungsmittelpunkt im Zentrum des Kreuzes liegt, also die größtmögliche Entfernung zu den angrenzenden Wohngebieten hat. Ein geplanter Einzug der nördlichen Außentangenten zur jetzigen Lage gestattet die Anlage von Lärmschutzwällen zum Schutz der Wohngebiete Zündhütchenweg und Im Eisholz.

Kritik an der geplanten Ausführung einem sog. "optimierten Entwurf" einer abgewandelten Windmühle:

Das Autobahnkreuz Leverkusen muß wegen der Erweiterung der BAB A1 und A3 von sechs auf acht Richtungsstreifen umgebaut werden. Mit seinen Verflechtungsbereichen ist es die zentrale Schwachstelle der Gesamtbaumaßnahme und erfordert eine besonders sorgfältige Planung. Daher ist es mehr als nur verwunderlich, dass die Planer bis Juni 2015 eine unveränderte Lösung (Bild AK3) anbieten, die der Verkehrsuntersuchung vom Mai 2013 unter Kap. 6.2 "AK Leverkusen" (Seite 141 u.f.) entnommen ist ohne jede Fortschreibung und ohne eine Überarbeitung auf zulässige Mindestanforderungen der Trassierungselemente.

Die Verfasser von 2013 nennen ihre Version "optimierter Entwurf", "basiert auf dem Prinzip der Windmühle". Vorgeblich wird eine hohe Kapazität dadurch erreicht, dass drei "halbdirekte Rampen als separate Ausfahrten aus der Hauptfahrbahn angelegt" sind (auf Bild AK3 mit "X" bezeichnet). Dieser sog. Vorzug ist weniger eine abgewandelte Windmühle als vielmehr ein Kreisverkehr, bei dem die Nutzer jeweils einen 3/4-Kreis mit mehreren Richtungsänderungen an der Peripherie des Kreuzes fahren müssen. Um mit dem volkswirtschaltlichen Schaden zu beginnen, erfordert diese Lösung durchschnittlich einen zusätzlichen Fahrweg von 0,35Km je Nutzer und das sind nach eigenen Ermittlungen der Planer ab dem Jahr 2025 über 50000 täglich, woraus sich - leicht nachzurechnen - über die Mindestlebensdauer von 60 Jahren eine Schadenshöhe von ca. 500 Mio.€ errechnet, das sechsfache der geschätzten Baukosten von 80 Mio.€ oder man könnte für diese gigatische Summe den Tunnel Küppersteg zweimal bauen!

Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch verkehrs-, sicherheits-, umwelt- und konstruktionstechnisch ist die "optimierte" Lösung nicht akzeptabel. Die eingangs beschriebenen hohen Anforderungen an das Kreuz werden nicht erfüllt, weil die mehrfachen Richtungswechsel nur schwer verständlich sind und weil die mehrfachen Höhenwechsel an den Kreuzungsstellen einer Berg-Talfahrt gleichen (auf Bild AK3 rot und grün dargestellt). Selbstverständlich erhöht das, auch abgesehen von dem längeren Aufenthalt im Kreuz, die Unfall- und Staugefahr und stellt ein gravierendes Sicherheitsproblem dar. Die nach Autobahnvorschrift einzuhaltenden zulässigen Trassierungselemente (Rampenneigung und Haltesichtweiten etc.) sind an den mit roten Pfeilen auf Bild AK3 gekennzeichneten Stellen entweder grenzwertig oder ganz offensichtlich nicht eingehalten (z.B. Rampe Dortmund-Oberhausen). Die weitgehende Verlagerung des Verkehrs an die Peripherie des Kreuzes verringert den Abstand zur angrenzenden Wohnbebauung erheblich und erhöht die Emissionen (Schall, Feinstaub etc.) wesentlich.

Der sog. "optimierte Entwurf" des Autobahnkreuzes verstößt gegen Richtlinien zur Ausführung von Autobahnen (RAA 2008), erzeugt einen unverantwortbaren Volkswirtschaftsschaden, hat ein gravierendes Sicherheitsmanko und wurde weltweit noch nie erprobt. Die hohen Anforderungen verbieten ein Experiment am denkbar unpassenden Ort!


 
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